Können Bluetooth-Kopfhörer das WLAN stören? (Gelöst)

Bluetooth Kopfhörer können das WLAN stören und dafür sorgen, dass die WLAN-Übertragungsrate reduziert wird. Je nachdem wie die Frequenzen der einzelnen Geräte definiert sind, können sich die Funknetze gegenseitig aufheben oder sabotieren.

Das Nutzen von Bluetooth-Geräten ist super praktisch und aus der heutigen Welt gar nicht mehr wegzudenken. Besonders das einfache Verbinden von Kopfhörern, ohne dass man eine Internetverbindung braucht ist extrem praktisch, da wir keine nervigen Kabel um uns herumfliegen haben. Allerdings kommt es immer wieder zu Problemen der Funkverbindungen von Bluetooth, anderen Geräten und auch dem WLAN.

Es gilt: Es ist tatsächlich wahr, dass das Bluetooth das WLAN stören kann! Wie genau das passiert erkläre ich in diesem Artikel. Los geht’s! Tipp: Nutze Bluetooth Kopfhörer mit Frequenz-Anpassung, um WLAN-Störungen zu vermeiden. Hierfür eignen sich zum Beispiel die beliebten “Teufel Airy” (On-Ear) Bluetooth Kopfhörer, welche es gerade besonders günstig auf Amazon gibt.

Warum kann es zu Störungen des WLANs durch Bluetooth-Geräte kommen?

Die WLAN-Standards 802.11b und 802.11g nutzen beide das 2,4 GHz-Frequenzband. Für Bluetooth und andere Funkverbindungen gilt dasselbe, sodass diese gemeinsame Nutzung kollidieren kann. Die Systeme geraten dann miteinander in Konflikt, sodass Verbindungsabbrüche oder auch sinkende Übertragungsraten entstehen.

In extremen Fällen, kann neben einzelnen Rucklern und Unterbrechungen, das WLAN in seiner Geschwindigkeit um etwa 20 Prozent abnehmen. Dieser Mangel ist abhängig von der Situation und der aktuellen Anwendung, wenn über Bluetooth gerade zum Beispiel größere Mengen an Daten transferiert werden.

Man stellt dann oft erstaunt fest, dass sein WLAN ausfällt und es nicht möglich ist, zur selben Zeit im Internet zu surfen und über das Headset zu kommunizieren oder Musik zu hören. Dann bleibt meist nur noch das mobile Internet als ungewollte Alternative.

Zum technischen Aspekt: Das 2,4 GHZ-Frequenzband ist in 14 Kanäle aufgeteilt und der Abstand zwischen diesen Kanälen beträgt fünf Megahertz. Eine Funkverbindung sendet jedoch auf einer Bandbreite von 20 MHz, damit sind die Abstände nicht mehr gewährleistet, und es kommt zu Störungen der WLAN-Übertragung. In einem solchen Fall fordert das System Datenpakete häufiger an, weil der Datenfluss unterwegs gestört wurde. Die Folge sind Unterbrechungen der Datenübertragung, die wir als Aussetzer oder Ruckeln wahrnehmen.

Nicht nur der heimische PC-Arbeitsplatz wird immer komplexer. Mittlerweile kommen Smartphone, Tablett und diverse Verbindungen hinzu, die sich einerseits hervorragend ergänzen, andererseits können eine Vielzahl von Geräten aber auch zu Störungen führen. Immer wieder kommt es vor, dass der gleichzeitige Betrieb von Funkgeräten und WLAN zu Störungen führt. Nicht nur Bluetooth-Kopfhörer sind betroffen, auch andere Geräte wie die PC-Maus, die Funktastatur oder das DECT-Telefon.

Besonders bei WLAN und vorhandenen Funkverbindungen einschließlich Bluetooth-Headset solltest du die nachfolgenden Tipps und Tricks beachten.

Nutzt Bluetooth die gleiche Frequenz wie WLAN?

Ja, Bluetooth und WLAN nutzen im Normalfall und als Standardeinstellung die gleiche 2,4 GHz-Frequenz für ihre Übertragungen. Dies muss nicht zwangsläufig zu Problemen führen, tritt aber häufiger auf als man denkt. Nicht immer nehmen wir dieses Problem wahr, wenn die Ausmaße nur gering sind.

Die Kanalsuche übernimmt der Router beim Herstellen einer Verbindung automatisch. Denn er entscheidet, welcher Kanal im Moment am geringsten belastet ist. Auf diesem Verbindungsweg besteht wahrscheinlich die beste Möglichkeit, auch eine besonders hohe Datenrate ohne Ausfälle zu übertragen.

Startet man eine Anwendung, die eine höhere Übertragungs-Dichte erfordert, entsteht auf dem zuvor gewählten Kanal sofort ein höheres Datenaufkommen. Beide Verbindungen senden nun Daten, die jeweils eine hohe Intensität besitzen. Das so entstehende Überangebot kann der Router aber nicht mehr bearbeiten, und so kommt es zu Übertragungsfehlern, Ruckeln oder gar zu einem Totalausfall der WLAN-Übertragung.

Zwar springt der Router bei einer Überlastung auf einen der anderen Kanäle. Oft sind die aber ebenso ausgelastet, denn auch andere Funkgeräte nutzen die 2,4 GHz-Frequenz. Zudem bietet das WLAN auf 2,4 GHz nur drei Kanäle ohne Überlappungen an. Dabei sind Sicherheitsabstände zwischen den Übertragungswegen wichtig. Der Nutzer kann seinen Router auch selber entsprechend konfigurieren, wie wir noch sehen werden.

Warum wird überall die gleiche Frequenz für WLAN und Bluetooth verwendet?

Der Grund warum gewöhnliche WLAN-Router und Bluetooth Geräte die 2,4 GHz Frequenz nutzen ist der, dass dieser Bereich der legal freigegebene unlizenzierte Bereich ist. Auf dieser Frequenz läuft man keine Gefahr von den Regulierungsbehörden abgemahnt oder blockiert zu werden.

Für das Militär, für die Polizei und auch Regierungen gibt es lizenzierte Frequenzen, welche sich nicht stören können. Diese Frequenzen sind nicht frei zugänglich und werden nur für bestimmte Zwecke verwendet. Auf diesen Kanälen kann fast vollständig störungsfrei gesendet werden.

Lösung: So kannst du die Störungen des WLANs durch Bluetooth beseitigen:

Um die Störungen des WLANs durch Bluetooth zu beseitigen oder zu reduzieren, setze auf das neue 5 GHz-WLAN oder wechsle die Funkkanäle. Die einfachste Methode ist es in den Router-Einstellungen den WLAN-Funkkanal zu wechseln.

Nachfolgend findest du 4 Methoden, um dein Problem zu lösen:

Lösungsansatz 1: Nutze das neue 5 GHz-WLAN

Neben dem normalen WLAN gibt es die neue Variante namens 5 GHz-WLAN. Router, welche über diesen Standard verfügen, sind noch etwas teurer als die etablierten Geräte, aber da diese Frequenz noch nicht so häufig genutzt wird, kommt es auch nicht zu Konflikten mit anderen Geräten und ihren Anwendungen.

Außerdem hat man im 5 GHz-Band die Kanalabstände größer gewählt. So stehen maximal 19 Kanäle zur Verfügung, die sich nicht überlappen. So findet der Router leichter einen Übertragungskanal ohne Störungen. Damit kann er auch höhere Datenmengen verarbeiten und problemlos versenden. Ein Nachteil dieser Technik besteht allerdings in ihrer geringeren Reichweite.

Lösungsansatz 2: Nutze Bluetooth-Geräte mit FHSS

Da das Störungsproblem bereits viele Jahre existiert, gibt es insbesondere Kopfhörer, welche das FHSS System verwenden. FHSS steht für “Frequency Hopping Spread Spectrum” und erlaubt es, bei einem Bluetooth-Gerät die Frequenz zu ändern.

Hierbei kann eine andere legale Frequenz innerhalb des erlaubten Bereiches gewählt werden um Störungen und Kollisionen mit dem WLAN zu vermeiden.

Passende Bluetooth Kopfhörer:

Für ein störungsfreies WLAN, nutze Bluetooth-Kopfhörer mit Frequenz-Anpassung. Wähle das für dich passende Modell für In-Ear, On-Ear oder Over-Ear-Kopfhörer und ein maximales Klangerlebnis.

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Lösungsansatz 3: Konfiguriere deinen Router

Der eigene Router also das Übertragungsgerät des WLANs kann selbstständig von jedem so konfiguriert werden, dass das WLAN einen Kanalabstand wählt, der Störungen unmöglich macht. In der Software des Routers findet sich die entsprechende Option mit der Bezeichnung “Funkkanal”.

Eventuell hilft dir hierbei auch das Handbuch des Routers bei der Navigation zwischen den Menüs. Jeder Router ist etwas anders.

Zu den hier notwendigen Einstellungen gehört auch die Wahl des WLAN-Standards. In einem weiteren Auswahl-Button steht die Kanalnummer, die werksseitig voreingestellt wurde. Hier dürfte “Autokanal” oder “Automatisch” angegeben sein, und der Router sucht sich, wie oben beschrieben, selbstständig die jeweils aktuell beste Option.

Um Störungen zu vermeiden, empfiehlt es sich, stattdessen einen bestimmten Kanal einzustellen – mit dem entsprechenden Sicherheitsabstand zu anderen Geräten.

Außerdem gibt es im Internet kostenfrei entsprechende Tools, die alle in der Umgebung genutzten WLAN-Kanäle erfassen. So kann man frei entscheiden, welchen man für seinen Router nutzen will – auch mit einem ausreichenden Abstand zu den Frequenzen der Nachbarn.

Hierfür nutze ich zum Beispiel die leistungsstarke AVM Fritz-Box:

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Lösungsansatz 4: Wechsle die Funkkanäle

In den meisten Haushalten kommt noch die alte 2,4 GHz Funkfrequenz zum Einsatz. Wenn sich Funkzellen räumlich überschneiden, kommt es darauf an, Frequenzbereiche zu wählen, die sich nicht überlappen. Das erreicht man durch einen ausreichend großen Abstand zwischen den Kanälen von mindestens 5 Megahertz.

Wenn du die Möglichkeit hast bei einem Gerät die Frequenz zu ändern, versuche es mit den Kanalnummern 1 – 5 – 9 und 13. Hier hat man ausreichend Platz zwischen den Übertragungswegen, und Störungen sind nicht zu erwarten.

Gibt es noch weitere elektronische Geräte, die das WLAN stören können?

Neben Bluetooth-Geräten können auch Mikrowellen und Glühbirnen Störungen hervorrufen. Diese Auswirkungen sind aber in der Regel gering und nicht mit den stärkeren Auswirkungen durch Bluetooth vergleichbar.

Verbraucherhinweis: Die Produkte sind mit einem Affiliatelink versehen, der Preis ist inklusive MwSt. und kann weitere Versandkosten enthalten. Eine Änderung des Preises ist möglich, die Angaben beruhen auf der Amazon API, welche zuletzt am 29.08.2021 aktualisiert wurden.